Kapitel 02
Wie viel können wir investieren?
Die Formel hat nur zwei Stellschrauben. Beide lassen sich messen und steuern.
Die Formel
Alles, was investiert werden kann, ist der Rest aus einer einzigen Rechnung. Es gibt keinen dritten Hebel.
Einnahmen
was reinkommt
Gehalt, Nebeneinkünfte, Kapitalerträge, Erstattungen.
− Ausgaben
was rausgeht
Fixkosten, täglicher Bedarf, Dauerausgaben, Rücklagen.
= Sparrate
was investierbar ist
Der Betrag, der jeden Monat verlässlich übrig bleibt.
× Zeit
was daraus wird
Der einzige Faktor, den man nicht nachträglich vergrößern kann.
Die beiden Stellschrauben
Stellschraube 1
Einnahmen erhöhen
Gehaltsverhandlung, Wechsel, Nebentätigkeit, Weiterbildung. Wirkt stark, braucht aber Zeit und ist nicht immer in der eigenen Hand.
Stellschraube 2
Ausgaben senken
Verträge, Abos, Versicherungen, Alltagskosten. Wirkt sofort und dauerhaft – jeder eingesparte Euro ist ein investierbarer Euro.
Und dann
Die Differenz sichern
Was übrig bleibt, muss automatisch abfließen, bevor es ausgegeben werden kann. Sonst verschwindet es im Monat.
Eine gesenkte Ausgabe wirkt doppelt: Sie erhöht die Sparrate und senkt gleichzeitig den Notgroschen, den du brauchst – der bemisst sich schließlich an den Ausgaben.
Beides messen und steuern
Erst messen, dann entscheiden
Ohne Zahlen wird geschätzt – und geschätzt wird fast immer zu günstig.
Monatlich statt jährlich denken
Ein Abo für 12,99 € ist eine Entscheidung über 155,88 € im Jahr.
Die Sparrate zuerst abbuchen
Dauerauftrag am Tag nach dem Gehaltseingang. Was nicht da ist, wird nicht ausgegeben.
Einmal im Jahr nachschärfen
Gehalt, Miete und Verträge ändern sich. Die Sparrate sollte mitwachsen.
Trag Einnahmen und Ausgaben in dein Kontensystem ein – die Sparrate rechnet sich dann von selbst aus.
Zum Kontensystem